Frankfurt, 2011
Ertüchtigung Messehalle 6, 2009-2013

Modernisierung und Instandsetzung der Halle im laufenden Betrieb.
Die im Jahr 1963 in Betrieb genommene Halle des Architekten Martin Schoenmarkers befindet sich inmitten des Messegeländes neben Halle 4 und 5. Auf einer Grundfläche von ca. 160m x 70m verteilen sich 35.500 qm Ausstellungsfläche auf vier Hallenebenen.

Lamellenfenster Südfassade, 1. BA >
          Brandschutz.Die Messehalle wird brandschutztechnisch auf den neusten Stand der Technik und Anforderungen gebracht. Die nach außen sichtbare Maßnahme sind zwei fassadengroße vollflächig zu öffnende Glaslamellen-Fenster an den Stirnseiten der Halle, welche die Nachströmung der Luft zur Entrauchung ermöglichen.
Mit der großen transparenten Öffnung erhält die Halle ein repräsentatives Gesicht in Richtung S-Bahn und neuen West-Eingang der Messe. Auch die Längsfassaden erhalten im Zuge der Brandschutzertüchtigung kleinere, zusätzlich notwendige Lüftungsöffnungen.
        Fassade. Die bestehende Halle wurde in zwei durch eine Fuge voneinander getrennten Bauabschnitten errichtet, welche sich vor allem durch die vorstehenden Wandpfeiler des älteren Hallenabschnittes unterscheiden. Im Zuge der Fassadensanierung soll sie stärker als eine große Messehalle auf dem Gelände wahrgenommen werden.
Das Konzept sieht vor, das Gebäude mit einer ruhigen Fassade aus pulverbeschichteten Blechpanelen zu umschließen. Die neue Blechverkleidung rahmt die großen Öffnungen der Stirnseiten markant und fasst die lange Nordfassade zusammen. Der architektonische Umgang mit den bestehenden Einschnitten und angebauten Aufzugkernen betonen die elegante Schalenwirkung der Gebäudehülle.
  Notwendige Lüftungsöffnungen und bestehende Fenster perforieren und beleben die großflächige Fassade.
Die Südseite der Halle 6 flankiert eine von Messebesuchern fußläufig genutzte Straße. Für die Fassadenfläche entlang dieser »Straße der Nationen« werden Varianten entwickelt, die eine freundliche und städtische Atmosphäre kreieren.
Unterschiedliche Fassadenvarianten aus Keramik- oder Blechelementen stellen Bezüge zur umliegenden Bebauung und der Bestandsfassade Schönemarkers her. Bei allen Entwürfen werden die Türen, Tore und das Bistro betont und zu erkennbaren Eingängen zusammengefasst.
     Innenraum. Entlang der Längsfassaden liegen auf 9 Ebenen Technik-, Büro- und Nebenräume, die im laufenden Messebetrieb um genutzt und saniert werden.
Das durch Rolltreppen verbundene, mehr geschossige Foyer im westlichen Hallenanbau wird bis auf den Rohbau entkernt und neugestaltet. Großflächige Oberflächen beruhigen die vier Foyerräume und bringen neue torähnliche Halleneingänge sowie die roten Ziffern des Messe-Leitsystems zur Geltung
        Bauherr: Messe Frankfurt Venue GmbH
Leistungen: LPH 1-9, erweiterte Projekt-/ Kostenkontrolle
Beschreibung: Bestandserfassung, Genehmigungsverfahren
für Nutzungsänderungen (Sonderbau– Hochhaus),
Brandschutzsanierung, Innenausbau, Neugestaltung der
Foyers und Fassaden im laufenden Messebetrieb
Standort: Frankfurt
BGF: 56.000 qm / BRI: 295.000 cbm
Leistungszeitraum: 2009 bis geplant 2013
Fotos: M. Kölling
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